In komplexen Umgebungen kann eine vollständige, fertige Dokumentation kaum erreicht werden.

Das häufigste Problem, welches im Zusammenhang mit Dokumentationen anzutreffen ist, ist die Tatsache, dass die Dokumentation zum Zeitpunkt der Fertigstellung oftmals nicht mehr der Realität entspricht, und falls doch, so dann doch sehr schnell veraltet und dann mühsam nachgepflegt werden muss. Dokumentation wird so häufig zum Selbstzweck, erbringt aber im Sinne des Projektfortschrittes nur selten einen messbaren Anteil (Ausnahmen hiervon sind natürlich vorhanden, so zum Beispiel beim verbindlichen Beschreiben von Schnittstellen zwischen Systemen, die von unterschiedlichen Arbeitsgruppen zeitlich und räumlich voneinander getrennt bearbeitet werden).

Unser Ansatz geht deshalb davon aus, dass neben unvollständigem Wissen auch unvollständige, fragmentierte Dokumentation als nützlich anzusehen, zu akzeptieren und zu fördern ist. In unseren Projekten haben wir ausgezeichnete Erfahrungen mit der Einführung von Projekt-Wikis gemacht, die eine evolutionäre, an den jeweilig herrschenden tatsächlichen Kenntnisstand und Bedürfnissen ausgerichtete Dokumentation mit einem hohen Grad an Aktualität und Kommunikation erlauben.

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